Terrortorium oder „eine kurze Geschichte des Terrors“
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Beispiele der Karteikarten: von Opfer #1 bis hin zu Opfer #251, das bis dahin letzte Opfer (2006)
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Hintergrund: Die Figur dieser weltweit erfolgreichen, einzigartigen Kino-Serie James Bond ist ein idealer Repräsentant der westlichen und kapitalistischen Kultur: Er ist männlich, Mitte 30, gebildet und kultiviert, spielt Golf, liebt Martinis und die Frauen, hat stets die neuesten technischen Entwicklungen zur Verfügung, fährt teure Autos, etc. etc Als Geheimagent kämpft unser Held gegen die Bedrohung durch den Terrorismus. Erschreckend deutlich ist dabei die Parallele mit der US-amerikanischen und britischen Außenpolitik, sowie mit den globalen Konflikten der entsprechenden Zeitspanne. Und erschreckend kurz sind die Reaktionszeiten der Film-Branche auf die weltpolitischen Ereignisse (so „versteckt“ sich im Film von 2002 der Nordkoreanische Terrorist hinter der Identität eines Deutschen aus Hamburg). Die Installation soll die Verstricktheit von globaler Unterhaltungsindustrie und Weltpolitik untersuchen. Es wird die Frage gestellt, inwieweit die Medien unsere Feindbilder produzieren und Ideologien und Systeme zu Fall bringen. Es werden nun sämtliche Figuren aller Filme, die durch die Hand von James Bond ums Leben kommen katalogisiert. Sterbezeit (Jahr, Stunde, Minute und Frame des Films), Nationalität, Todesursache werden festgehalten und nach einem „wissenschaftlichen“ Ordnungssystem aufgelistet. |
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| Installation im Forum Stadtpark in Graz, 2007 | und im OK Centrum für Gegenwartskunst 2008/09 Foto: Otto Saxinger |
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